Nach mehr als fünf Wochen hat Papst Franziskus das Krankenhaus wieder verlassen. Das 88 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche wurde mit einem Auto aus der Gemelli-Universitätsklinik in Rom gebracht, wo er seit Mitte Februar stationär behandelt wurde. Zuvor hatte sich Franziskus erstmals wieder der Öffentlichkeit gezeigt. Er wurde im Rollstuhl auf einen Balkon der Klinik gebracht. Mit angeschlagener Stimme bedankte er sich kurz für die Unterstützung, wirkte sehr geschwächt. Mehrere Tausend Menschen jubelten ihm von unten zu.
Das Oberhaupt von weltweit mehr als 1,4 Milliarden Katholiken darf nun wieder zurück in den Vatikan. In seiner Residenz Casa Santa Marta soll er allerdings weiterhin ärztlich behandelt werden.
Franziskus litt zunächst an einer Bronchitis, später entwickelte sich eine beidseitige Lungenentzündung. In der Klinik erlitt er mehrere Anfälle akuter Atemnot. Seit der Einlieferung veröffentlichte der Vatikan nur ein Foto von ihm. Auf diesem ist Franziskus nur von hinten zu sehen.

Nach Angaben der Ärzte soll Franziskus zwei weitere Monate Ruhe halten. In seiner Residenz, der Casa Santa Marta, wird er auch weiterhin über einen Schlauch in der Nase mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt.
Sein Vorvorgänger Papst Johannes Paul II. (1920-2005) zeigte sich während einiger seiner vielen Krankenhausaufenthalte mitunter vom Fenster der Klinik aus und sprach einen Segen oder las eine Ansprache vor.