Der bisherige FDP-Fraktionschef Christian Dürr bewirbt sich für den Vorsitz seiner Partei. Das kündigte er auf der Plattform X an. „Liberale zaudern nicht, sie kämpfen“, schreibt der 47-Jährige. „Ich will dazu beitragen, dass die FDP stark zurückkehrt – deshalb bewerbe ich mich um den Parteivorsitz.“ Die FDP fehle bereits jetzt im Bundestag, sagt Dürr in einer Videobotschaft. Er wolle dazu beitragen, dass die Partei stark zurückkehre. Die Bundestagswahl sei eine „herbe Niederlage“ gewesen. Doch Niederlagen seien kein Grund aufzugeben. Mit der FDP sei es noch nicht vorbei. „In Deutschland braucht es eine Partei der Mitte. Eine Partei, die an die Kraft des Einzelnen glaubt und nicht daran denkt, dass der Staat alles Mögliche regeln soll. Eine Partei, die wirtschaftliche Freiheit und gesellschaftliche Freiheit zusammenbringt.“
Als die FDP im Jahr 2017 nach vier Jahren wieder in den Bundestag zurückkehrte, wurde auch Dürr dort Abgeordneter. Zuvor saß er im Landtag von Niedersachsen. Nach der Bildung der Ampelkoalition Ende 2021 wählte ihn die Bundestagsfraktion zu ihrem Vorsitzenden. Seit mehr als zehn Jahren gehört er auch dem Präsidium seiner Partei an. Henning Höne, der Vorsitzende des größten Landesverbands der FDP, Nordrhein-Westfalen, unterstützt die Kandidatur, wie er schreibt. Er war selbst als möglicher Parteichef gehandelt worden. Die FDP hatte mit 4,3 Prozent bei der Bundestagswahl desaströs abgeschnitten und den Einzug in den Bundestag verpasst. Der bisherige Parteichef Christian Lindner kündigte daraufhin seinen Rückzug aus der Politik an.