Israels erster Ministerpräsident David Ben-Gurion verkündete in der Unabhängigkeitserklärung vom 14. Mai 1948 in Tel Aviv die Gründung des Staates Israel. Er sicherte zu, dass dieser Staat "all seinen Bürgern ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichberechtigung" gewährleisten werde. Nur wenige Monate danach entstand auch ein unabhängiger arabischer Staat, Palästina. Jerusalem wird geteilt.
Doch umgehend greifen Ägypten, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien den jungen Staat Israel an. Israel aber kann durch den Krieg sein Territorium um ein Drittel erweitern. Mindestens eine halbe Million Palästinenser flieht oder wird aus ihrer Heimat vertrieben. Bis heute ist die Nakba ein wirkmächtiges palästinensisches Trauma.

KI-Video auf Social Media
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Willkommen in „Trump-Gaza“
Der US-Präsident teilt auf Truth Social ein bizarres Video zur „goldenen Zukunft“ des Gazastreifens – ein Mix aus Dubai, Las Vegas und Trump-Kult. Die Friedensverhandlungen dürfte das nicht leichter machen.
Es folgen viele weitere Kriege. Friedensprozesse scheitern. Und am 7. Oktober 2023 verüben Terroristen der Hamas ein schreckliches Massaker. Ein Massenmord, der alle Gewissheiten wie das Gefühl, endlich im eigenen Staat in Sicherheit zu sein, zunichtegemacht hat und die alte und zutiefst berechtigte jüdische Angst vor der Auslöschung wiederbelebt hat, sagt Peter Münch, scheidender SZ-Nahost-Korrespondent. Mit den bekannten, schrecklichen Folgen für so viele unbeteiligte Palästinenser.
Münch berichtet in dieser Folge von "Das Thema", wie klein Israel ist, wie vielseitig, wie schön: "Ich hatte Stapel mit Themen, Ideen und Sachen, die ich mir ausgeschnitten habe. Der ist nie kleiner geworden, sondern immer weiter angewachsen." Aber auch, wie belastend seine Tätigkeit war. Er schildert, wie er anfangs noch an eine mögliche Friedenslösung geglaubt habe, diese Hoffnung aber im Laufe der Zeit schwand, während der Konflikt immer komplexer und deprimierender wurde.

Video von Donald Trump
:Auf einen Sundowner mit Netanjahu
Wolkenkratzer am blauen Meer und goldene Trump-Statuen: Falls noch jemand Fragen zum Mindset des US-Präsidenten hat, der schaue bitte seine KI-generierte Vision für den Gazastreifen.
Als Korrespondent in einem Klima permanenter Gewalt beschreibt er eindrücklich, wie der Schock des Terroranschlags vom 7. Oktober 2023 die israelische Gesellschaft und das Vertrauen in Staat und Armee erschüttert hat. Und er geht auf persönliche Begegnungen mit Holocaustüberlebenden und den Umgang Israels mit der Shoah ein. Und er sagt: "Das Land, das ich gesucht habe, habe ich nicht gefunden."
Wir freuen uns sehr, wenn Sie an der Umfrage unter sz.de/thema-umfrage zur Zukunft des Recherchepodcasts „Das Thema“ teilnehmen.
Zum Weiterlesen und -hören:
Einen aktuellen Text von Peter Münch über die Propagandashow der Hamas zur Freilassung israelischer Geiseln lesen Sie hier.
Seinen Text über den Deal zwischen Israel und der Hamas finden Sie hier. https://www.sueddeutsche.de/politik/hamas-israel-geiseln-waffenruhe-li.3203532
Münchs Text über die Rückkehr von palästinensischen Flüchtlingen in Teile des Gazastreifen finden Sie hier.
Hier lesen Sie einen Kommentar über Netanjahus Machtinteressen.
Und hier einen Kommentar über den Rücktritt von Armeechef Herzi Halevi - und warum Netanjahu an seinem Amt festhält.
Eine Chronik des Nahostkonflikts finden Sie hier.
"Der Aufstieg der Autoritären": Einen Podcast zum Abschied der SZ-Österreich- und Osteuropa-Korrespondentin Cathrin Kahlweit hören Sie hier.

SZ-Podcast „Das Thema“
:Osteuropa: Aufstieg der Autoritären
Einst war so viel Anfang, jetzt so viel Ende: Nach 35 Jahren zieht SZ-Korrespondentin Cathrin Kahlweit ernüchtert Bilanz.
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