Das verlorene Australian-Open-Finale wirkt bei Tennisprofi Alexander Zverev auch einen Monat später noch nach. Anstatt in Abwesenheit des wegen Dopings gesperrten Jannik Sinner (Italien) im Kampf um Platz eins Boden gutzumachen, reihte Zverev auf seiner Lateinamerika-Tour eine Niederlage an die nächste. Nach den Viertelfinal-Niederlagen in Buenos Aires und Rio de Janeiro war für Zverev im mexikanischen Acapulco im Achtelfinale Schluss. Beim 3:6, 4:6 gegen den 19 Jahre alten US-Qualifikanten Learner Tien zeigte der Melbourne-Finalist eine enttäuschende Vorstellung und wirkte eine Woche vor dem Masters-1000-Event in Indian Wells sichtlich angeschlagen.
Damit war Zverev jedoch nicht allein. Außer dem Topgesetzten schieden die anderen drei Favoriten aus: Der Norweger Casper Ruud und der US-Amerikaner Tommy Paul traten zu ihren Achtelfinal-Partien wegen Magenproblemen nicht an. Der Däne Holger Rune gab gegen Brandon Nakashima aus den USA beim Stand von 0:3 im ersten Satz auf. Berichten zufolge sollen diese Spitzenspieler eine Lebensmittelvergiftung erlitten haben. Zverev könnte in den kommenden Monaten Sinner an der Spitze der Weltrangliste ablösen.