Victoria Carl rang nach dem Schlussspurt schwer nach Luft, Pia Fink als Startläuferin, sowie Helen Hoffmann und Katharina Henning hatten „gekämpft, was das Zeug hält“, wie sie sagten. Dann fielen sie einander in die Arme. Einen „harten Arbeitserfolg“ nannte der Bundestrainer, Peter Schlickenrieder, die Langlauf-Staffel über vier mal 7,5-Kilometern durch die schweren, nassen WM-Loipen von Trondheim. Auf den letzten Meter verteidigte Carl den dritten Platz und den knappen Vorsprung vor den Finninnen, der dem DSV-Quartett die Bronzemedaille bescherte. Es ist die erste für Abteilung Langlauf des Deutschen Skiverbands bei diesen Nordischen Weltmeisterschaften.
Eine gute Minute vorher waren die Schwedinnen ins Ziel gekommen, die erneut ihren Rivalinnen aus Norwegen den Sieg wegschnappten, diesmal mit einem Vorsprung von 0,7 Sekunden. Bis zum letzten Wechsel lag das Team um Therese Johaug in Führung, doch Schwedens Sprint-Olympiasiegerin Jonna Sundling rauschte in rasantem Tempo an Schlussläuferin Kristin Fosnaes vorbei. Für Johaug, die im Alter von 36 Jahren für diese WM ein Comeback gegeben hatte, blieb zum dritten Mal in Trondheim nur Platz zwei.

Nordische Ski-WM 2025
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Skispringen, Langlaufen und Kombination: Überblick über die Termine
Drei Disziplinen, elf Tage und 27 Wettbewerbe: Bei der Nordischen Ski-WM sind Langläufer, Skispringer und Kombinierer gefragt. Unser Zeitplan zeigt, wann welcher Wettbewerb stattfindet und wie es im Medaillenspiegel aussieht.
Die deutschen Langläuferinnen hatten vor zwei Jahren in Planica hatte sogar die Silbermedaille gewonnen. Aber Olympiasiegerin Hennig räumte ein, dass dieser Winter, geprägt von wechselnden gesundheitlichen Problemen der Athletinnen, nicht einfach war. Die Medaille sei deshalb „wie eine Befreiung“ für alle Techniker und das Team. Am Samstag stehen noch die 50 Kilometer auf dem Programm, aber Victoria Carl wird verzichten. Sie braucht Erholung nach dem Rennen.