Nach dem Tod des US-Schauspielers und zweifachen Oscar-Preisträgers Gene Hackman und seiner Ehefrau Betsy Arakawa geht die Suche nach der Todesursache weiter. Die Leichen der beiden seien am Mittwoch in ihrem Anwesen in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico gefunden worden – und zwar in verschiedenen Zimmern, sagte der zuständige Sheriff Adan Mendoza der „New York Times“. Auch ein Hund sei tot in einem Zwinger aufgefunden worden, zwei weitere Hunde seien lebendig entdeckt worden.
Zuvor hätte sich ein Nachbar gemeldet, der besorgt um das Wohlergehen der beiden war. Vertreter der Behörden schauten daraufhin bei dem Haus vorbei und entdeckten die Leichen.
Offensichtliche Hinweise auf ein Verbrechen gebe es nicht, eine Botschaft der beiden sei auch nicht entdeckt worden, sagte Sheriff Mendoza. „Zu diesem Zeitpunkt in dem Prozess gibt es nichts derart Offensichtliches. Die Autopsie wird uns mehr mitteilen. Wir werden nicht raten, ob es ein Unfall war oder natürliche Ursachen hatte. Es war nicht typisch.“
Die Nachrichtenwebsite TMZ zitierte allerdings aus einem Durchsuchungsbefehl der Polizei, wonach die Umstände der Todesfälle „verdächtig“ sind. Demzufolge war die Haustür offen und nicht abgeschlossen. Die Leiche von Hackmans Ehefrau soll im Badezimmer neben einem Heizlüfter gelegen haben, daneben seien Tabletten auf dem Boden verstreut gewesen. TMZ zufolge war Arakawa offenbar bereits „einige Zeit“ tot. Hackmans Leiche habe voll bekleidet in einem anderen Raum gelegen, daneben eine Sonnenbrille.
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Die Umstände seien „verdächtig genug“, um eine ausführliche Durchsuchung und eine Untersuchung zu rechtfertigen, hieß es.
Hackmans Tochter Elizabeth Jean sagte TMZ, möglicherweise hätten die beiden eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten.
Gasversorger unterstützt Ermittlungen
Vor dem Betreten des Hauses hätten Feuerwehr und Gasversorger den Behörden bestätigt, dass es sicher sei, das Anwesen zu betreten, sagte Sheriff Mendoza. Die New Mexico Gas Company sei der Versorger des Anwesens gewesen und unterstütze nun die Ermittlungen der Sheriffsbehörde, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Coppola trauert über „Verlust eines großen Künstlers“
US-Regisseur Francis Ford Coppola („Der Pate“), der mit Hackman 1974 für den Klassiker „The Conversation“ zusammenarbeitete, sprach in einem Instagram-Beitrag vom „Verlust eines großen Künstlers“. „Ich trauere um ihn und feiere seine Existenz und seinen Beitrag“, betonte er.
Der britische Regisseur Edgar Wright („Baby Driver“) schrieb auf der Plattform X zu einem Foto Hackmans schlicht: „Der Größte...“ Der aus „Star Trek“ bekannte Schauspieler George Takei schrieb auf X: „Wir haben einen der wahren Giganten der Leinwand verloren.“ Auf dem X-Konto des Britischen Filmpreises Bafta hieß es: „Wir sind traurig zu hören, dass der viel gefeierte Schauspieler Gene Hackman im Alter von 95 Jahren gestorben ist.“
Gene Hackman hatte erst am 30. Januar seinen 95. Geburtstag gefeiert. Mit seiner zweiten Ehefrau Betsy Arakawa war er seit 1991 verheiratet. Sie wurde Medienberichten zufolge nur 63 Jahre alt.

© dpa/Hubert Boesl/Archiv
Hollywoods Schönheitsideal sah anders aus. Doch am Ende wurden Gene Hackmans knollige Nase, das breite Kinn und die frühe Stirnglatze zum Attribut. Er war ein gefragter Charakter-Darsteller.
Hackmans Karriere
- Hackman drehte mehr als 80 Filme.
- Seine Schauspielkarriere spannte sich über sechs Jahrzehnte. Er gewann zwei Oscars, vier Golden Globes und zahlreiche weitere Filmpreise.
Seinen ersten Oscar erhielt er 1972: Er wurde als bester Hauptdarsteller im Thriller „French Connection“ (in Deutschland „Brennpunkt Brooklyn“, 1971) ausgezeichnet. Den zweiten Oscar bekam er für seine Nebenrolle in „Erbarmunsglos“ („Unforgiven“, 1992). Weitere Oscarnominierungen erhielt Hackman für Rollen in „Bonnie und Clyde“ (1967), „Kein Lied für meinen Vater“ (1970) und „Mississippi Burning“ (1988).
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Aus Hollywood hatte sich Hackman schon vor Jahrzehnten zurückgezogen. Mit knapp 75 Jahren, wenn andere Schauspieler noch vor der Kamera stehen, ging er in den Ruhestand und fand eine neue Rolle: Er schrieb Bücher, etwa den Bürgerkriegsroman „Escape from Andersonville“ (2008) und den Polizeithriller „Pursuit“ (2013). Bis ins hohe Alter hielt er sich fit.
Sein letzter großer Auftritt auf einer Hollywood-Bühne ist lange her. Bei der 60. Golden-Globe-Verleihung im Jahr 2003 wurde Gene Hackman mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk gefeiert.
Reaktionen aus Hollywood
US-Regisseur Francis Ford Coppola („Der Pate“), der mit Hackman 1974 für den Klassiker „The Conversation“ zusammenarbeitete, sprach in einem Instagram-Beitrag vom „Verlust eines großen Künstlers“. „Ich trauere um ihn und feiere seine Existenz und seinen Beitrag“, betonte er.
Der britische Regisseur Edgar Wright („Baby Driver“) schrieb auf der Plattform X zu einem Foto Hackmans schlicht: „Der Größte...“
Der aus „Star Trek“ bekannte Schauspieler George Takei schrieb auf X: „Wir haben einen der wahren Giganten der Leinwand verloren.“ (Tsp/dpa)
Hilfe bei Suizid-Gedanken
Haben Sie dunkle Gedanken? Wenn es Ihnen nicht gut geht oder Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freund:innen oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie sich melden können.
Der Berliner Krisendienst ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern variieren nach Bezirk, die richtige Durchwahl für Ihren Bezirk finden Sie hier: https://www.berliner-krisendienst.de/
Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen finden Sie unter: www.telefonseelsorge.de. Diese ist zudem Tag und Nacht unter dieser Nummer erreichbar: 0800 1110111