Der Turm der Garnisonkirche Potsdam soll seine Haube bekommen: Am Montag beginnen die ersten sichtbaren Arbeiten für die Turmhaube aus Holz, Kupfer und Edelstahl, die fast 30 Meter hoch werden soll, teilte die Stiftung Garnisonkirche Potsdam mit. Sie werde zunächst neben dem Turm vorgefertigt und dann aufgesetzt. Bis zum Sommer 2027 soll der Turm mit Haube komplett sein.
Für die spätere Montage wird laut Stiftung ein 130-Tonnen-Kran mit einer Hakenhöhe von 75 Metern aufgestellt. Parallel zu den Bauarbeiten sollen Gipsmodelle der Kapitelle und Ornamente entstehen - als Vorleistung für die Kupfertreibarbeiten. Die Ausstellung in der Kirche bleibt nach Angaben der Stiftung während der Bauzeit uneingeschränkt geöffnet, auch das Café.
Kirche als Ort für Demokratiebildung
Der ursprüngliche Zeitplan für die Turmhaube hatte sich wegen zweier Nachprüfungsverfahren bei der Bundesvergabekammer durch einen unterlegenen Mitbewerber verschoben.
Der wiedererrichtete Turm der Garnisonkirche wurde im Sommer 2024 eröffnet. Die Kirche soll ein Ort für Demokratiebildung sein. In einer Ausstellung setzt sich die Stiftung mit der dunklen Vergangenheit auseinander. In 57 Metern Höhe bietet eine Plattform eine Rundum-Aussicht über Potsdam.
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Am 21. März 1933 wurde in dem Gotteshaus in Potsdam der erste Reichstag nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten eröffnet. An diesem „Tag von Potsdam“ reichte der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg dem neuen Reichskanzler Adolf Hitler vor der Garnisonkirche die Hand. Das Projekt des Wiederaufbaus sorgte unter anderem deshalb für viel Kritik.
© dpa-infocom, dpa:250316-930-405357/1
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