Sechs Männer sind am Donnerstag festgenommen worden, weil sie in Teakholz-Balken Kokain aus Südamerika nach Deutschland geschmuggelt haben sollen. Das teilten die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Beamten nahmen drei der Beschuldigten bei einer „vermeintlichen Entgegennahme der Ware“ in Essen fest. Die anderen drei mutmaßlichen Mittäter wurden gleichzeitig in Berlin festgenommen.
Den Angaben der Berliner Behörden zufolge sollen vier Männer im Alter von inzwischen 49, 50, 51 und 59 Jahren im vergangenen Oktober für eine in Neukölln ansässige Baufirma Teakholz bestellt haben. Dieses wurde dann von Costa Rica aus per Container nach Deutschland verschifft. Zollbeamte hielten im Dezember den Container im Hamburger Hafen an und kontrollierten ihn. Sie fanden in den Teakholz-Balken 64 Pakete mit insgesamt rund 64 Kilogramm Kokaingemisch.
Ermittlungen ergaben, dass der Container – „nunmehr noch mit dem Teakholz, aber ohne die Betäubungsmittel“, wie die Beamten erläutern – an eine Anschrift nach Essen, nicht nach Berlin, geliefert werden sollte. Unter der Federführung der Berliner Staatsanwaltschaft und des LKA sowie auch mit Unterstützung von Spezial- und Einsatzkräften wurden am Donnerstag der 51-Jährige sowie zwei Männer im Alter von 27 und 29 Jahren beim Ausladen der Teakholz-Balken aus dem Container in Essen vorläufig festgenommen. In Berlin ereilte die beiden Verantwortlichen der Neuköllner Firma und einen weiteren Mann dasselbe Schicksal.
Am Freitag werde darüber entschieden, ob die Männer einem Haftrichter vorgestellt werden, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung der Berliner Behörden. Bei Durchsuchungen an den Wohnanschriften der mutmaßlichen Täter in Berlin, Gladbeck und Bochum sowie bei der Berliner Baufirma hätten die Beamten Handys, Datenträger und Unterlagen gefunden. Diese würden nun ausgewertet.
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