Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund sind in sogenannten Mangelberufen überdurchschnittlich stark tätig. So hatten zwei Drittel der Beschäftigten im Aus- und Trockenbau 2023 eine Einwanderungsgeschichte. In der Lebensmittelherstellung lag der Anteil bei 51 Prozent, unter Fliesenlegern waren es 47 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit, der öffentliche Personennahverkehr wird zu 46 Prozent von Migranten bestritten.
Nach Angaben der Statistiker hatte in der Gesamtwirtschaft zuletzt gut ein Viertel (26 Prozent) aller abhängig Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte, diese Personen sind also selbst seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert oder beide Elternteile waren seither zugewandert.
Die statistische Auswertung bezieht sich auf die Bevölkerung in privaten Haushalten im Alter von mindestens 15 Jahren. Die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften (zum Beispiel dort lebende Geflüchtete) ist nicht enthalten, teilte das Statistische Bundesamt zur Methodik mit.
In Engpass- oder Mangelberufen herrscht oder droht ein Arbeitskräftemangel. Dazu gehören auch die Fleischverarbeitung, wo 42 Prozent der Beschäftigten einen Migrationshintergrund haben. Deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegt der Anteil der Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte auch im Lebensmittelhandel mit 41 Prozent, bei Kraftfahrern im Güterverkehr (37 Prozent) sowie in der Altenpflege mit 31 Prozent.
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Unterrepräsentiert in der öffentlichen Verwaltung
Besonders abhängig von Migranten ist die Gastronomie, wo 54 Prozent der Beschäftigten in verschiedenen Berufen eine Zuwanderungsgeschichte hat. In der Gebäudereinigung sowie dem Garten- und Landschaftsbau betrug der Anteil 49 Prozent.
Einen überdurchschnittlich großen Anteil haben Arbeitnehmer mit Einwanderungsgeschichte auch in Post-, Kurier- und Expressdiensten sowie in der Beherbergung (jeweils 40 Prozent). In beschäftigungsstarken Bereichen mit jeweils mehr als einer Million Beschäftigten wie der Fahrzeugproduktion sowie Alten- und Pflegeheimen betrug der Anteil der Migranten an der Gesamtbeschäftigung rund 30 Prozent.
Deutlich unterrepräsentiert waren Menschen mit Einwanderungsgeschichte dagegen im Bereich öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung mit einem Anteil von zehn Prozent, bei Versicherungen (13 Prozent), in der Energieversorgung (14 Prozent), in Finanzdienstleistungen (15 Prozent) sowie im Bereich Erziehung und Unterricht (17 Prozent).