Erstmals seit sechs Jahren könnte sich der Ausbau von Solaranlagen in China verlangsamen. Der chinesische Verband der Photovoltaik-Firmen rechnet in diesem Jahr mit einem in Leistung gemessenen Zubau von 215 bis 255 Gigawatt, wie es bei einer Tagung in Peking hieß.
Der Rückgang würde auf das Rekordjahr 2024 folgen, in dem die Chinesen mit 277,57 Gigawatt an neu aufgestellter Solarzellen-Leistung den bis dato erreichten Höchstwert 216,3 Gigawatt aus dem Vorjahr übertroffen hatten, wie aus den Verbandsdaten hervorging. China ist Weltmeister beim Solarausbau. Zum Vergleich: Deutschland baute 2024 nach Angaben der Bundesnetzagentur rund 16 Gigawatt an Leistung zu.
Rückschläge für Chinas Solarhersteller
Allerdings musste die Solar-Branche in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im vergangenen Jahr Rückschläge hinnehmen. Im Inland bescherte ein Überangebot den Herstellern Verluste. Im Ausland zogen Länder wie die USA mit hohen Zöllen gegen die billigen Solarzellen zum Schutz ihrer heimischen Unternehmen die Zügel straffer. In Deutschland machte der Hersteller Meyer Burger den Preiskampf gegen die Chinesen dagegen mitverantwortlich für das Ende seiner Produktion im sächsischen Freiberg.
Der chinesische Photovoltaik-Verband vermutet, dass der Zubau in diesem Jahr zurückgeht, weil bereits 2024 auf Rekordniveau neue Anlagen installiert worden waren. Außerdem sehen die Experten ein neues Preismodell als Grund für Verunsicherung bei Herstellern und Investoren. Denn ab dem 1. Juni sollen anders als zuvor Marktkräfte die Preise bestimmen, die Erzeuger für ihren Strom aus erneuerbaren Energien erhalten. Ab 2026 erwartet der Verband wieder einen Anstieg im Zubau.
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