Aus Solidarität mit den israelischen Geiseln der Hamas ist das Brandenburger Tor in Orange beleuchtet worden. Anlass war die Beisetzung der von Hamas-Terroristen ermordeten Mitglieder der Familie Bibas in Israel, wie die Berliner Senatskanzlei mitteilte.
Die in Geiselhaft der islamistischen Hamas getötete Schiri Bibas und ihre beiden Söhne Kfir und Ariel wurden am Mittwoch in Israel beigesetzt. Alle drei hatten unter anderem die deutsche Staatsangehörigkeit.
Brandenburger Tor als leuchtendes Mahnmal
Das Berliner Wahrzeichen wurde mit den Schriftzügen „Never Forget“ (Niemals vergessen) und „Bring Them Home Now“ (Bringt sie jetzt nach Hause) angestrahlt.
Zum Zeitpunkt ihrer Entführung war Ariel vier Jahre alt, Kfir zehn Monate. Videoaufnahmen der verängstigten Mutter mit ihren beiden rothaarigen Söhnen, die während der Entführung entstanden, gingen um die Welt.
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Sie wurden zu Symbolen für das Grauen des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 im Süden Israels, bei dem rund 1200 Menschen getötet und 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen entführt wurden. Der beispiellose Terrorakt palästinensischer Extremisten löste den Gaza-Krieg aus, in dem seither Zehntausende Palästinenser getötet wurden.
Verwechslung sorgt für Empörung
Die Leiche der Mutter war am vergangenen Freitag von der Hamas übergeben worden – einen Tag nach den sterblichen Überresten ihrer Kinder. Zuvor hatte die Hamas dem Roten Kreuz zunächst den Körper einer unbekannten Frau ausgehändigt. Diese Verwechslung – ob absichtlich oder versehentlich – sorgte in Israel für große Empörung.
Medienberichten zufolge nahmen Zehntausende in Israel an einem öffentlichen Trauerzug für die drei Hamas-Opfer teil.
Nach einer forensischen Untersuchung der Leichen der Kinder hatte die israelische Armee vor einigen Tagen mitgeteilt, die beiden kleinen Jungs seien im November 2023 von ihren Entführern brutal ermordet worden. Nach Darstellung der Hamas wurden sie dagegen bei einem israelischen Luftangriff getötet.
In einer früheren Version dieses Artikels gab es eine missverständliche Formulierung zu den Folgen des Massakers in Israel vom Oktober 2023. Die Formulierung wurde geändert und weiterer Hintergrund zu den Opfern sowie zum Gaza-Krieg ergänzt.
© dpa-infocom, dpa:250226-930-388050/2
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