Jotam Felmy, Lehrer an der Marienfelder Gustav-Heinemann-Oberschule, hat den Deutschen Lehrkräftepreis gewonnen. Unter den zehn Gewinnern der prestigereichen Wettbewerbskategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ ist er der einzige Berliner.
Aus dem ganzen Bundesgebiet reisten die Preisträger nach Berlin, um am Montagvormittag in der extravaganten Axica-Eventlocation am Pariser Platz ihre Auszeichnung entgegenzunehmen. Sogar eine deutsche Schule im kalifornischen Silicon Valley war vertreten.
Er ließ die Pausenglocke vergessen
Darin geübt, vor einer Klasse zu sprechen, sind die Gewinnerinnen und Gewinner alle. Die Ehrung vor Publikum auf großer Bühne dürfte für einige ungewohnt gewesen sein. Doch die größte Ehrung der „Ausgezeichneten Lehrkräfte“ bestand schon in der Nominierung: Sie können nur von den eigenen Schülerinnen und Schülern vorgeschlagen werden, die in diesem oder im vergangenen Jahr unter ihnen einen Abschluss gemacht haben.
Jotam Felmy unterrichtet Philosophie, Deutsch und Ethik. Doch seine Kompetenzen, sagen seine Schützlinge, reichten weit darüber hinaus: „Die Art, wie sich Herr Felmy um andere kümmert, vor allem seine Empathie und Hilfsbereitschaft, finde ich bedeutend für unsere Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben der Menschen“, wurde etwa an das Komitee geschrieben.
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Mitunter ließ er sogar die sonst so herbeigesehnte Pausenglocke vergessen: „Nach dem Unterricht kam es deswegen auch oft vor, dass ich mich auf der Hofpause mit anderen noch über das Thema oder die Frage unterhalten habe, da die Unterrichtsstunde einfach nicht gereicht hatte für alles, was wir noch diskutieren wollten.“
Noch mehr Berliner Lehrkräfte ausgezeichnet
Auch in der Wettbewerbskategorie „Vorbildliche Schulleitung“ konnte Berliner Lehrpersonal brillieren. Mit dem ersten Preis wurde Andrea Franke von der Weddinger Willy-Brandt-Schule ausgezeichnet, den dritte Preis verdiente sich Nicole Verdenhalven von der Rahel-Hirsch-Schule in Hellersdorf.
Veranstaltet wurde die Feier von den Trägern des Deutschen Lehrkräftepreises, dem Deutschen Philologenverband und der Heraeus Bildungsstiftung. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Simone Oldenburg, Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin und in diesem Jahr Präsidentin der Bildungsministerkonferenz.